Flüthörn (Westermarsch II)

Ausgewählter Flurname:

Flüthörn


Gemarkung:

Westermarsch II

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Flüthörn (Westermarsch II)


Erklärung des Flurnamens:

In Flüthörn befand sich früher die Siedlung Fischershausen. Fridrich Arends schreibt: "Fischhausen heißen zwei Plätze am sogenannten Norddeich, 3/4 Stunden nordwestseits Norden; da fahren während der Badezeit die Schiffe nach Norderney ab; es steht ein gutes Wirtshaus daselbst" (1). "Flüt" bedeutet "Flosse". Vermutlich war die Fischersiedlung für die Benennung des Flurstücks ausschlaggebend.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Flüth

ostfries.-nd. flüte, "Flosse, Flügel"



2. Hörn

mnd. hōrn, n., „spitz zulaufendes, keilförmiges Landstück“, „Winkel, Ecke, Biegung“; nnd. Horn, n., „in Flurn. „Ecke, Winkel“



Quellen:

Remmers, Arend, Von Aaltukerei bis Zwischenmooren, Die Siedlungssnamen zwischen Dollart und Jade, Leer 2004, S. 71
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 127
(1) Fridrich Arends, Erdbeschreibung des Fürstenthums Ostfriesland und des Harlingerlandes, Unverändeter Nachdruck 1972 der Ausgabe Emden 1824, S. 398.


Autor(in):

Gretje Schreiber


Letzte Änderung am: 07.12.2017

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