Flüthörn (Westermarsch II)

Ausgewählter Flurname:

Flüthörn


Gemarkung:

Westermarsch II

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Flüthörn (Westermarsch II)


Erklärung des Flurnamens:

Bezeichnung für ein Landstück in Form eines Flügels. In Flüthörn lag früher die Siedlung Fischershausen, "Fischhausen heißen zwei Plätze am sogenannten Norddeich, 3/4 Stunden nordwestseits Norden; da fahren während der Badezeit die Schiffe nach Norderney ab; es steht ein gutes Wirtshaus daselbst" (1). Der Name Flüthörn weist auf eine Fischersiedlung hin.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Flüth

ostfries.-nd. flüte "Flosse, Flügel"



2. Hörn

mnd. hoorn, nnd. Horn, "spitz zulaufendes, keilförmiges Landstück", "Winkel, Ecke, Biegung"



Quellen:

Remmers, Arend, Von Aaltukerei bis Zwischenmooren, Die Siedlungssnamen zwischen Dollart und Jade, Leer 2004, S. 71
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 127; Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 2, S. 106, 107
Fridrich Arends, Erdbeschreibung des Fürstenthums Ostfriesland und des Harlingerlandes, Unverändeter Nachdruck 1972 der Ausgabe Emden 1824, S. 398.


Autor(in):

Gretje Schreiber


Letzte Änderung am: 04.08.2011

Projektpartner