Osterwarfer Zugschloot (Westermarsch II)

Ausgewählter Flurname:

Osterwarfer Zugschloot


Gemarkung:

Westermarsch II

Erfassungen:

Deutsche Grundkarte

Osterwarfer Zugschloot (Westermarsch II)


Erklärung des Flurnamens:

ein Entwässerungsgraben westlich des Großen Grashauses, von denen es viele in der Westermarsch gab

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. oster

mnd. ôster, "östlich, im Osten gelegen"; nnd. oster, "nach Osten gelegen"; "Gibt die relative Lage eines Flurstücks an, Bezugspunkt häufig das Dorf."



2. Warf

afries., mnd. warf, werf; "ein künstlich aufgeworfener Hügel oder eine ring- oder kreisförmige Anhöhe in der Marsch, worauf ein Haus oder ein Dorf zum Schutz vor Sturmfluten und Überschwemmungen erbaut ist



3. Zugschloot

toch-, tog-slôt; Zuggraben; "größerer Entwässerungsgraben, der sein Wasser in das Sieltief weiterleitet"



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und\nRegionalgeschichte, Melle 1995, S. 139
Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 3, S. 513; Stürenburg, Cirk Heinrich, Ostfriesisches Wörterbuch, Nachdruck der Ausgabe Aurich 1857, Leer 1996, S. 325
Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 3, S. 418


Autor(in):

Gretje Schreiber


Letzte Änderung am: 08.06.2010

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