Speckdamm (Westermarsch II)

Ausgewählter Flurname:

Speckdamm


Gemarkung:

Westermarsch II

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Speckdamm (Westermarsch II)


Erklärung des Flurnamens:

Damit die Spittdobben möglichst schnell zuschlicken können, wurde ein Damm für die Zuwegung südlich der Deichstraße nach den Entnahmestellen und zum Abtransport des Deichbodens errichtet (1).

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Speck

mnd. specke, "Holzbündel, Faschine", "aus Buschwerk, Gesträuch, Erde und Grassoden aufgeworfener Weg durch sumpfiges Gelände, Knüppeldamm, Knüppelbrücke"; nnd. Specken, "niedrige Stelle mit Knüppeldamm"



2. Damm

mnd. dam, "bez. gewöhnl. nicht den Deich zur Abwehr von See- od. Flusswasser, sondern e. künstlich aufgeworfene Erhöhung zur Überquerung von Sumpf- od. Moorgebieten"; "Querriegel vor od. in einem Wasserlauf gegen das in das Land eindringende Außenwasser"



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 147
Remmers, Arend, Von Aaltukerei bis Zwischenmooren. Die Siedlungsnamen zwischen Dollart und Jade, Leer 2004, S. 254
(1) Lüders Karl / Luck Günter, Kleines Küstenlexikon, Hildesheim 1976 S. 188


Autor(in):

Gretje Schreiber


Letzte Änderung am: 03.08.2011

Projektpartner