Die Dobben (Wiesede)

Ausgewählter Flurname:

Die Dobben
( Zehn Matt, Zehn Diemat Stücke, Die Dobben oder Zehn Matt )

Gemarkung:

Wiesede

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Die Dobben (Wiesede)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung:
Flur südöstlich des Dorfes am Dobbener Graben.
Übersetzung / Bedeutung:
Gruben, Tränken.
Die Rottekuhlen befanden sich meist in beachtlicher Entfernung vom Dorf, da sich bei dem ca. drei Wochen andauernden Prozess übel riechende Faulgase entwickelten. Sie sind vor Einrichtung einer Deponie in Wiesede mit Schutt und Müll verfüllt worden.
Geschichtliches:
Dobbe: in vorindustrieller Zeit, als Leinen in Haushalten und dörflichen Webereien verarbeitet wurde, sind diese flachen Gewässer für die Rotte der Leinpflanzen zur Trennung des Bastes (der Fasern) von der Holzschicht und Rinde genutzt worden.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Dobben

Plural von "Dobbe": mnd. dobbe, f., „Graben, Grube, niedriges morastiges Land mit überwachsener Oberfläche“; nnd. Dobbe, f., „flache Vertiefung (im Erdboden), Mulde, Grube, in der Regel mit Wasser gefüllt“.



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 114


Autor(in):

Christa Herzog
  


Letzte Änderung am: 12.01.2018

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