Dobben Sandgrube (Wiesede)

Ausgewählter Flurname:

Dobben Sandgrube
( Dobben )

Gemarkung:

Wiesede

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Dobben Sandgrube (Wiesede)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung:
Südöstlich des Dorfes an der B 436.
Übersetzung / Bedeutung:
Dobben: Gruben, Tränken. Sandentnahmestelle.
Heinrich Behrends beschreibt in seiner Chronik von Wiesedermeer (1976) eine weitere Nutzung: "Der Sand wurde mit wendigen Fahrzeugen, so genannten Erdkarren, abgebaut und als Düngerersatz auf die Felder gebracht". Die tief liegende Flur kann für beide Zwecke ausgebeutet worden sein.
Geschichtliches:
Dobben Sandgrube: Sandentnahmestelle zur Instandhaltung des Heerweges (B 436). Jede Dorfschaft hatte Areale ausgewiesen, aus denen Sand entnommen werden konnte.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Dobben

Plural von "Dobbe": mnd. dobbe, f., „Graben, Grube, niedriges morastiges Land mit überwachsener Oberfläche“; nnd. Dobbe, f., „flache Vertiefung (im Erdboden), Mulde, Grube, in der Regel mit Wasser gefüllt“



2. Sand

mnd. sant, n., „sandige Fläche, Gegend“; nnd. Sand, m., „Sand“. – „Als Simplex = „sandiges Flurstück“, als BW entweder Hinweis auf Bodenbeschaffenheit oder auf Sandabbau. – An der Küste in Namen für Wattflächen [...].“



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 114
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 143
Behrends, Heinrich, Wiesedermeer, Aurich 1976


Autor(in):

Christa Herzog
  


Letzte Änderung am: 12.12.2016

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