Hankenkamp (Wiesede)

Ausgewählter Flurname:

Hankenkamp
( Hanken-Kamp )

Gemarkung:

Wiesede

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Hankenkamp (Wiesede)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung:
Lage der Flur am westlichen Rand der Großen Gaste.
Übersetzung / Bedeutung:
Hankenkamp: eingehegtes Landstück (der/des Hanken).
Hanken: Der Name Hanken ist in Wiesede verwurzelt. Hanken, Arend Gerhards, 1765 - 1827, Häusling und Warfsmann, im Kirchenbuch Reepsholt für Wiesede genannt. Familie späterer Gastwirte in Wiesede, um 1860 nach Nordamerika emigriert. Eine Verbindung zur Liegenschaft ist nicht belegt.
Die Bezeichnung Kamp weist auf die mittelalterliche Flurverfassung hin, mit Ackerflur (Gaste/Kamp) und Feld-, Flur- und Waldgemeinschaften (Allmende).
Geschichtliches:
Mit Kamp werden die nach ca. 1000 n. Chr. urbar gemachten Ländereien bezeichnet, die im mehrjährigen Wechsel als Weide oder Acker genutzt wurden. Auf der Geest mit einer Wallhecke umgrenzt, um die Feldfrucht vor dem in der Gemeindeflur weidenden Vieh zu schützen.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Kamp

mnd. kamp, m., „Landstück, insbes. eingefriedigtes Stück Landes, Weide- oder Ackerland, auch gehegtes Waldstück, [...] im allg. als Privatbesitz, [...] Feldstück von bestimmter, doch nicht festgelegter Größe“; nnd. Kamp, m., „ein mit einer Hecke oder mit einem Graben eingehegtes Stück Land, gleich viel, ob es Ackerland, oder Wiese, oder Waldbestand ist“



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 129
Ortssippenbuch Reepsholt, Aurich 1982, Bd. 2, Nr. 2453


Autor(in):

Christa Herzog
  


Letzte Änderung am: 30.01.2017

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