Heckenmoor (Wiesede)

Ausgewählter Flurname:

Heckenmoor
( Hickmoor, Herrschaftliches Hickmoor, An der Wiesederfehner Grenze, Heckmoor, An der Wieserfehner Grenze )

Gemarkung:

Wiesede

Erfassungen:

Preußische Grundsteuervermessung (ca.1870)

Heckenmoor (Wiesede)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung:
Flur im Grenzverlauf zwischen Wiesede und Wiesederfehn.
Übersetzung / Bedeutung:
Heckenmoor: Morast, Sumpfland
Geschichtliches:
Auf der ostfriesischen Geest setzte um 4000 v. Chr. auf Grund klimatischer Veränderungen die Hochmoorbildung ein. Im Laufe der Jahrhunderte entstand das mächtige in Südost-Nordwest-Richtung verlaufende ostfriesische Zentralhochmoor. Die Gemarkung Wiesede lag auf einer Geestzunge am Rand dieses Hochmoorkomplexes. Das Heckenmoor als Ausläufer des Zentralhochmoores ragte von Süden (Wiesederfehn) in die Gemarkung hinein.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Hecken

mnd. heck, „Hecke, Umzäunung“; „bes. Einfaßung, Thor (von Holz)“; nnd. hek, "Heck, Einfriedigung od. Zaun von Latten od. Planken, Verschluss, Schlagbaum, Gitter, Gitterwand, Gitterpforte etc."



2. Moor

afries. mor, „Moor“; mnd. môr, „Moor, feuchter, sumpfiger Landstrich, wilde unzugängliche Sumpfgegend, insbes. als Torfmoor wirtschaftlich wichtig“



Quellen:

Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 2, S. 221; Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 2, S. 62
Holthausen, F. (1925). Altfriesisches Wörterbuch. Heidelberg 1925, S. 73; Lasch, A., & Borchling, C., Mittelniederdeutsches Handwörterbuch. Fortgf. v. G. Cordes und D. Möhn, Neumünster 1987, Bd. 2, Teil 1, Sp. 1015
Behre, Karl-Ernst, Die Entstehung und Entwicklung der Natur- und Kulturlandschaft der ostfriesischen Halbinsel, in: Behre, Karl-Ernst / van Lengen, Hajo (Hrsg.), Ostfriesland, Geschichte und Gestalt einer Kulturlandschaft, Aurich 1995


Autor(in):

Christa Herzog
  


Letzte Änderung am: 31.01.2017

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