Heikenhamm (Wiesede)

Ausgewählter Flurname:

Heikenhamm
( Hamm, Heikenkamp )

Gemarkung:

Wiesede

Erfassungen:

Deutsche Grundkarte

Heikenhamm (Wiesede)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung:
Flur am Wieseder Tief, ostseits.
Übersetzung / Bedeutung:
Feuchtwiese der/des Heiken. Der Name Heiken wird für Wiesede als Familienname im Kirchenbuch Reepsholt genannt: Johann Harms Heiken, *1836, Reepsholt, Heuermann der Schäferei bei Wiesede. Eine Verbindung zur Liegenschaft ist nicht belegt.
Geschichtliches:
Die Fluren in der Gemarkung Wiesede mit der Bezeichnung Hamm gehören, nach ihrem unregelmäßigen Zuschnitt zu deuten, mit zu den ältesten in Bearbeitung genommenen landwirtschaftlichen Flächen des Dorfes.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Hamm

„Altfries. Substantiv hem, ham, him m. „durch Graben (und Deich) eingefriedigtes Marschland, Weide““ - Bezeichnung für das meist niedrig gelegene, von Gräben umgebene Grünland der Marsch. Das von altfriesisch ham marca, Heim-Mark, Dorf-Mark abzuleitende Wort bedeutete ursprünglich die gesamte Dorfflur. Es tritt als hamm, hamreke, himrik, hammerk, himmerik oder verfremdet als Himmelreich auf. Da in den Marschengebieten der größte Teil der Flur ursprünglich aus Wiesen und Weiden bestand, wurde der Begriff später zu einer allgemeinen Bezeichnung für Grünland. Auf der Geest findet sich der Flurname im Niederungsbereich von Fließgewässern.



Quellen:

Remmers, Arend, Mittelalterliche Flurnamen in Ostfriesland, Online-Veröffentlichung, Aurich 2011, S. 33; Herzog, Christa, Die Flurnamen der Gemarkung Wiesede – Ostfriesland. Beiträge zu ihrer Deutung. Aurich 2009, S. 27
Ortssippenbuch Reepsholt, Aurich 1982, Bd. 2, Nr. 2438


Autor(in):

Christa Herzog
  


Letzte Änderung am: 01.02.2017

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