Hilgenholz (Wiesede)

Ausgewählter Flurname:

Hilgenholz
( Hilgenholt )

Gemarkung:

Wiesede

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca. 1830),
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Hilgenholz (Wiesede)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung:
Die Flur grenzt an die Wieseder Ziegelei.
Übersetzung / Bedeutung:
Hilgenholz, denkbar als Liegenschaft, die zum Unterhalt kirchlicher Gebäude dient, überhaupt der Kirche gehört.
Hilgenholz, denkbar als Gehölz, das zum Unterhalt der kirchlichen Gebäude dient, überhaupt der Kirche gehört. Nach einer Sage (Sebastian E. Jhering, Amtsbeschreibung) in Kirchenbesitz. Die Flur kann im Mittelalter zugehörig gewesen sein zur Kirche / Kapelle in Wiesede. Kirchspiel Wiesede 1435 genannt.
Geschichtliches:
Hilgenholz weist neben weiteren Flurnamen (Hohes Holz, Hochholten, Het hoge Holt, Voßholt, Eckelhof, Buschhof, Holzhof u.a.) auf das historische Gehölz Wysder Holt (genannt 1495, Ostfr. UB. II) hin, einem natürlichen Wald, der sich bis in die Neuzeit südwestlich von Wiesede erstreckte. Auf Karten des 16. bis 18. Jahrhunderts wiedergegeben als ausgedehntes Waldgebiet.



Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Hilgen

mnd. hillich, „heilig, von Personen und Sachen“



2. Holz

mnd. holt, n., „Baumbestand, Gehölz, Wald, Waldstück, Hochwald“; nnd. Holt, n., „Gehölz, Wald“



Quellen:

Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 2, S. 266
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 126
Jhering, Sebastian Eberhard, Historische Beschreibung des Amtes Friedeburg nach deren Gräntzen, Kirchen, dazugehörigen Dörfern, 1730, NLAA Dep. 1. MSC, Nr. 97
Friedländer, Ernst (Hrsg.), Ostfriesisches Urkundenbuch, Bd. 2, Emden 1881
Hodenberg, Wilhelm von, Das Stader Copiar - ein im Königlichen Archive zu Stade verwahrtes Copialbuch des Bremer Domcapitels, aus welchem die kirchliche Eintheilung der Diöcese Bremen hervorgeht, wie solche im Jahre 1420 bestanden hat, Celle 1856


Autor(in):

Christa Herzog
  


Letzte Änderung am: 08.03.2017

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