Hilgenkamp (Wiesede)

Ausgewählter Flurname:

Hilgenkamp


Gemarkung:

Wiesede

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca. 1830),
Befragung (ca. 1980),
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Hilgenkamp (Wiesede)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung:
Flur zwischen Klinger Weg und Reitscharer Graben.
Übersetzung / Bedeutung:
Hilgenkamp, denkbar als Liegenschaft, die zum Unterhalt kirchlicher Gebäude dient, überhaupt der Kirche gehört.
Durch Lehmabbau tief liegendes Land. Standort eines im Jahre 2007 durch die Dorfgemeinschaft Wiesede-Upschört angelegten Feuchtbiotops „Wieseder Lehmweide“.
Geschichtliches:
Denkbar als Liegenschaft, die zum Unterhalt der kirchlichen Gebäude dient, überhaupt der Kirche gehört. Nach einer Sage (Jhering) in Kirchenbesitz. Nach einer Sage (Sebastian E. Jhering, Amtsbeschreibung) in Kirchenbesitz. Kirchspiel Wiesede 1435 genannt.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Hilgen

mnd. hillich, „heilig, von Personen und Sachen“



2. Kamp

mnd. kamp, m., „Landstück, insbes. eingefriedigtes Stück Landes, Weide- oder Ackerland, auch gehegtes Waldstück, [...] im allg. als Privatbesitz, [...] Feldstück von bestimmter, doch nicht festgelegter Größe“; nnd. Kamp, m., „ein mit einer Hecke oder mit einem Graben eingehegtes Stück Land, gleich viel, ob es Ackerland, oder Wiese, oder Waldbestand ist“



Quellen:

Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 2, S. 266
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 129
Jhering, Sebastian Eberhard, Amtsbeschreibung des Amtes Friedeburg, 1730, NLA AU, Rep. 241, B 12 a
Friedländer, Ernst (Hrsg.), Ostfriesisches Urkundenbuch, Bd. 2, Emden 1881
Hodenberg, Wilhelm von, Das Stader Copiar - ein im Königlichen Archive zu Stade verwahrtes Copialbuch des Bremer Domcapitels, aus welchem die kirchliche Eintheilung der Diöcese Bremen hervorgeht, wie solche im Jahre 1420 bestanden hat, Celle 1856


Autor(in):

Christa Herzog
  


Letzte Änderung am: 04.03.2017

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