Hohenklamp (Wiesede)

Ausgewählter Flurname:

Hohenklamp
( Hohe Klamp )

Gemarkung:

Wiesede

Erfassungen:

Preußische Grundsteuervermessung (ca.1870)

Hohenklamp (Wiesede)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung:
Flur an einem Weg von Heselerfeld, der zum Tief führt. Westseits am Heselerfelder Weg.
Übersetzung / Bedeutung:
Hoher Steg/Brücke (über das Wieseder Tief).
Im Mittelalter gab es wirtschaftliche Verbindungen zwischen dem Kloster Hopels und Möns. Der Steg liegt in der Flucht Kloster Hopels, Brunnen, Steinsetzung "Oll Gries", Leerhafe/Möns.
Geschichtliches:
Hinweis auf einen alten Steg über das Wieseder Tief. Beim Ausbau des Tiefs sollen an dieser Stelle Mauerreste zu einer Brückenbefestigung freigelegt worden sein. Die Flur grenzt an einen Weg, der zum Tief führt.

Sonstiges: Vielleicht identisch mit "Herrenklamp"? Name für einen Steg über das Wieseder Tief.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Klamp

mnd. klampe, „eig. Haken, Spange“, „Bildl.: der Steg über einen Graben, Brücke“; nnd. klampe, klamp, „eine über einen Graben (od. ein Tief etc.) hingeschlagene od. gelegte Verbindungsbrücke, bz. ein Steg“



Quellen:

Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 2, S. 470; Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 2, S. 232
Notariatsbrief von 1483, in: de Wall, Karl-Heinz, Loseblattchronik Leerhafe-Hovel, 1996, S. 144


Autor(in):

Christa Herzog
  


Letzte Änderung am: 08.03.2017

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