Im Düvelshörn (Wiesede)

Ausgewählter Flurname:

Im Düvelshörn


Gemarkung:

Wiesede

Erfassungen:

Preußische Grundsteuervermessung (ca.1870)

Im Düvelshörn (Wiesede)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung:
Flur an der Gemarkung Marcardsmoor.
Übersetzung / Bedeutung:
Im Teufelsstück, in der Teufelsgegend, dem Moor.
Bis hierhin ragte bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts in einem seiner nordöstlichen Ausläufer das inzwischen fast gänzlich abgetorfte ostfriesische Zentralhochmoor.
Geschichtliches:
Das Moor bot durch seine Unberechenbarkeit in alten Zeiten Anlass zu Spuk- und Schauergeschichten. In den Morästen soll sich in der Vorstellung früherer Generationen der Teufel aufgehalten haben.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Düvel

mnd. duvel, nnd. Düwel, Döwel, Deuwel, m., „Teufel“; „Hinweis auf „schauerlichen, unheimlichen, verrufenen Ort".“



2. Hörn

mnd. hōrn, n., „spitz zulaufendes, keilförmiges Landstück“, „Winkel, Ecke, Biegung“; nnd. Horn, n., „in Flurn. „Ecke, Winkel“



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 116
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 127


Autor(in):

Christa Herzog
  


Letzte Änderung am: 15.05.2017

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