Junkerei (Wiesede)

Ausgewählter Flurname:

Junkerei
( Junkersplatz, Vor dem Junkernkamp, Junkerwegeplatz in Rowarfen )

Gemarkung:

Wiesede

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte,
Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)

Junkerei (Wiesede)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung:
Bei Nordwysda, dem mittelalterlichen Ortsmittelpunkt am Preefelder Weg.
Übersetzung / Bedeutung:
Junker: junger Edelmann. Vermutlich zentraler Ort im mittelalterlichen Wiesede.
Möglicher Standort für eine vermutete mittelalterliche Burg.
Geschichtliches:
Der Flurname weist auf die Junkersburg, ein mittelalterliches Steinhaus hin, das in weiteren Flurnamen überliefert ist: Junkerswarf, -kamp, -moor, -platz. Friedrich Arends über die Junkerei in Wiesede: "Nordwestlich des Dorfes auf der Heide, zeigte man 1824 noch eine Stelle, wo eine Burg gestanden haben soll. Vertiefungen, alten Gräben ähnlich, doch nur an der Westseite regelmäßig, umgeben sie. Steinschutt findet sich noch in großer Menge."


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Junker

mnd. junker, m., „Edelmann, adliger Gutsherr“; nnd. Junker, m., „Adliger“. – „Hinweis auf (ehemalige) adlige Grundherrschaft“



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 128
Herzog, Friedrich, Wiesede, Bilder aus der Geschichte unseres Dorfes, Manuskript, o. O., o. J.
von Hodenberg, Wilhelm (Hrsg.), Das Stader Copiar - ein im Königlichen Archive zu Stade verwahrtes Copialbuch des Bremer Domcapitels, aus welchem die kirchliche Eintheilung der Diöcese Bremen hervorgeht, wie solche im Jahre 1420 bestanden hat, Celle 1856
Arends, Fridrich, Erdbeschreibung des Fürstenthums Ostfriesland und des Harlingerlandes, Emden 1824


Autor(in):

Christa Herzog
  


Letzte Änderung am: 31.05.2017

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