Junkersmoorweg (Wiesede)

Ausgewählter Flurname:

Junkersmoorweg


Gemarkung:

Wiesede

Erfassungen:

Sonstiges

Junkersmoorweg (Wiesede)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung:
Bei Nordwysda, dem mittelalterlichen Ortsmittelpunkt am Preefelder Weg.
Übersetzung / Bedeutung:
Junker: junger Edelmann. Moorweg: Weg ins Morast, Sumpfland.
Der Flurname weist auf die Junkersburg, ein mittelalterliches Steinhaus hin, das in weiteren Flurnamen überliefert ist.
Geschichtliches:
Weg zum/durch das Junkersmoor, das sich dem Dorf Wiesede von Norden näherte. Das Moor ist heute nicht mehr vorhanden.

Sonstiges: S=amtliche Bezeichnung 1977


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Junker

mnd. junker, m., „Edelmann, adliger Gutsherr“; nnd. Junker, m., „Adliger“. – „Hinweis auf (ehemalige) adlige Grundherrschaft“



2. Moor

afries. mor, „Moor“; mnd. môr, „Moor, feuchter, sumpfiger Landstrich, wilde unzugängliche Sumpfgegend, insbes. als Torfmoor wirtschaftlich wichtig“



3. Weg

afries. wei, wī, „Weg; Entfernung; Reise; Weise“



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 128
Holthausen, F. (1925). Altfriesisches Wörterbuch. Heidelberg 1925, S. 73; Lasch, A., & Borchling, C., Mittelniederdeutsches Handwörterbuch. Fortgf. v. G. Cordes und D. Möhn, Neumünster 1987, Bd. 2, Teil 1, Sp. 1015
Remmers, Arend, Mittelalterliche Flurnamen in Ostfriesland, Online-Veröffentlichung, Aurich 2011, S. 100
Herzog, Fr., Wiesede, Bilder aus der Geschichte unseres Dorfes, Manuskript, o. O., o. J.
Arends, Fridrich, Erdbeschreibung des Fürstenthums Ostfriesland und des Harlingerlandes, Emden 1824


Autor(in):

Christa Herzog
  


Letzte Änderung am: 07.08.2017

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