Kämpe an der Friedeburger Straße (Wiesede)

Ausgewählter Flurname:

Kämpe an der Friedeburger Straße
( Neue Kämpe )

Gemarkung:

Wiesede

Erfassungen:

Preußische Grundsteuervermessung (ca.1870)

Kämpe an der Friedeburger Straße (Wiesede)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung:
Die Flur an der B 436 grenzt an den Karl-Georgs-Forst.
Übersetzung / Bedeutung:
Kämpe: eingehegtes Landstück.
Die Bezeichnung Kamp weist auf die mittelalterliche Flurverfassung hin, mit Ackerflur (Gaste/Kamp) und Feld-, Flur- und Waldgemeinschaften (Allmende).
Friedeburg: mittelalterliche Burgstätte im Gau Asterga / Östringen, Sitz des gleichnamigen Alten Amtes des Fürstentums Ostfriesland. Ortschaft im Lkr. Wittmund, seit 1972 Sitz der Verwaltung der gleichnamigen Großgemeinde.
Geschichtliches:
Mit Kamp werden die nach ca. 1000 n. Chr. urbar gemachten Ländereien bezeichnet, die im mehrjährigen Wechsel als Weide oder Acker genutzt wurden. Auf der Geest mit einer Wallhecke umgrenzt, um die Feldfrucht vor dem in der Gemeindeflur weidenden Vieh zu schützen.



Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Kämpe

Plural von "Kamp": mnd. kamp, m., „Landstück, insbes. eingefriedigtes Stück Landes, Weide- oder Ackerland, auch gehegtes Waldstück, [...] im allg. als Privatbesitz, [...] Feldstück von bestimmter, doch nicht festgelegter Größe“; nnd. Kamp, m., „ein mit einer Hecke oder mit einem Graben eingehegtes Stück Land, gleich viel, ob es Ackerland, oder Wiese, oder Waldbestand ist“



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 129


Autor(in):

Christa Herzog
  


Letzte Änderung am: 12.08.2017

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