Körte und Haidäcker (Wiesede)

Ausgewählter Flurname:

Körte und Haidäcker


Gemarkung:

Wiesede

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Körte und Haidäcker (Wiesede)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung:
Ackerflur am Rande der Wieseder Großen Gaste.
Übersetzung / Bedeutung:
Kleine, nährstoffarme Äcker mit ehemals Heidevegetation (Calluna-Heiden).
Geschichtliches:
Obwohl im Bereich der Wieseder Großen Gaste liegend, aufgrund der Bodenstruktur noch nicht zu dieser zählend. Heutiges Weideland.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Körte

mnd. kort, „kurz, klein“



2. Haid

mnd. heide, „Heide“; "dürres, sandiges, unfruchtbares, unbebautes, wild u. wüst liegendes, meist mit Haidekraut bewachsenes Land; ebenes, unbebautes und unfruchtbares Land“



3. Äcker

Plural von "Acker": mnd. acker, m., n., „Acker, Ackerland, beackertes Land, die gesamte Anbaufläche, das anbaufähige Land eines Besitzers, Ackerstück, Feldstück; auch als Feldmaß"; nnd. Acker, m., „Acker, bebautes Feld“, „Urspr. etwa = "Streifenparzelle, einzelne Parzelle in einem Gewann"; „häufig im Plural, dann in der Regel den ältesten Teil der Ackerflur signalisierend, die sog. Kernflur"



Quellen:

Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 2, S. 540
Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 2, S. 56
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 108


Autor(in):

Christa Herzog
  


Letzte Änderung am: 12.08.2017

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