Klinge (Wiesede)

Ausgewählter Flurname:

Klinge
( Klingen )

Gemarkung:

Wiesede

Erfassungen:

Deutsche Grundkarte

Klinge (Wiesede)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung:
Ländereien im Westen der Gemarkung Wiesede.
Übersetzung / Bedeutung:
Moor, morastiges Gebiet.
Klinge(n) zieht sich nach Westen über die Gemarkung Wiesede in das Hochmoorgebiet Wiesmoor-Klinge (Naturschutzgebiet / europäisches Naturerbe seit 2006) hinaus.
Geschichtliches:
Die Gemarkung Wiesede, mit ihrem Standort auf einer Geestinsel im Moor, war durch Wachstum und Ausbreitung des Hochmoores von der westlichen Seite aus stark eingeengt und umfasst.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Klinge

Da "Klinge" u.a. "Anhöhe" bedeutet, bezieht sich der Flurname vermutlich auf das einstige Hochmoorgebiet. (1) nnd. Klinge, f., 1. „eine seichte Stelle im Flusse, wo das Wasser über Kiesel und Sand rasch dahin fließt; eine Furt“; 2. mnl. clinge, „Anhöhe, Hügel“, niederl. klink, kling, „Hügel, Sanddüne“ (2) afries. klin, "Moorboden, Moorerde" (3) nnd. klingen, klinken, "klingen"; "dörren, trocknen, schrumpfen, sich zusammenziehen, schwinden, verzehren"



Quellen:

(1) Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 130; (2) Hofmann, Dietrich/Popkema, Anne T., Altfriesisches Handwörterbuch, Heidelberg 2008, S. 275; (3) Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 2, S. 261


Autor(in):

Christa Herzog
  


Letzte Änderung am: 10.08.2017

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