Klinge (Wiesede)

Ausgewählter Flurname:

Klinge
( Klingen )

Gemarkung:

Wiesede

Erfassungen:

Deutsche Grundkarte

Klinge (Wiesede)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung:
Ländereien im Westen der Gemarkung Wiesede.
Übersetzung / Bedeutung:
Moor, morastiges Gebiet.
Der Flurname Klinge(n) zieht sich nach Westen über die Gemarkung Wiesede in das Hochmoorgebiet Wiesmoor-Klinge (Naturschutzgebiet / europäisches Naturerbe seit 2006) hinaus.
Geschichtliches:
Die Gemarkung Wiesede, mit ihrem Standort auf einer Geestinsel im Moor, war durch Wachstum und Ausbreitung des Hochmoores von der westlichen Seite aus stark eingeengt und umfasst.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. 1. klingen

klinken, niederd., dörren, trocknen, schrumpfen, sich zusammenziehen, schwinden, verzehren. Klinker, da sich die Steine beim Brennvorgang zusammenziehen (und, wie trockenes Holz, einen Klang geben); Kling, Klang, niederd., hell tönender Schall, Ruf; germ: klanh, althdt: klanc, klingan, engl. clank, clang; lat. claresco, Ruf, ertönen, erschallen. 2. klingen, klinken, niederd., haften, umpacken, fassen (engl. clinch), verbinden (auch ausklinken; verursacht Geräusch), Klammer, kleben, Schmutz.



Quellen:

Doornkaat Koolmann, J. ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1882.


Autor(in):

Christa Herzog
  


Letzte Änderung am: 20.04.2009

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