Klinger Moorweg (Wiesede)

Ausgewählter Flurname:

Klinger Moorweg


Gemarkung:

Wiesede

Erfassungen:

Sonstiges

Klinger Moorweg (Wiesede)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung:
Weg nach Südwesten ins (ehemalige) Hochmoor.
Übersetzung / Bedeutung:
Weg ins Moor, morastiges Gebiet.
Der Flurname Klinge(n) zieht sich nach Westen über die Gemarkung Wiesede in das Hochmoorgebiet Wiesmoor-Klinge (Naturschutzgebiet / europäisches Naturerbe seit 2006) hinaus.
Geschichtliches:
Die Gemarkung Wiesede, mit ihrem Standort auf einer Geestinsel im Moor, war durch Wachstum und Ausbreitung des Hochmoores von der westlichen Seite aus stark eingeengt und umfasst.

Sonstiges: S=amtliche Bezeichnung 1977


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Klinge(n)

1. klingen, klinken, niederd., dörren, trocknen, schrumpfen, sich zusammenziehen, schwinden, verzehren. Klinker, da sich die Steine beim Brennvorgang zusammenziehen (und, wie trockenes Holz, einen Klang geben); Kling, Klang, niederd., hell tönender Schall, Ruf; germ: klanh, althdt: klanc, klingan, engl. clank, clang; lat. claresco, Ruf, ertönen, erschallen. 2. klingen, klinken, niederd., haften, umpacken, fassen (engl. clinch), verbinden (auch ausklinken; verursacht Geräusch), Klammer, kleben, Schmutz.



2. Moor

niederd., ahd. muor, mnd. mõr, Morast, Sumpfland. Gehört zur Wortgruppe Meer. Bezeichnung für alle natürlichen Vorkommen mit Torfbildung. Nässeabhängiges Ökosystem.



3. Weg

ahd. wec, sich bewegen; Adverb: weg, entfernt, fortbewegen.



Quellen:

Doornkaat Koolmann, J. ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1882.
Behre, K. - E., in: Behre/van Lengen, 1995.
Meer und Moor: Byl, J., in: OMA, Nr. 11/1989, S. 95.


Autor(in):

Christa Herzog
  


Letzte Änderung am: 20.04.2009

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