Klinger Moorweg (Wiesede)

Ausgewählter Flurname:

Klinger Moorweg


Gemarkung:

Wiesede

Erfassungen:

Sonstiges

Klinger Moorweg (Wiesede)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung:
Weg nach Südwesten ins (ehemalige) Hochmoor.
Übersetzung / Bedeutung:
Weg ins Moor, morastiges Gebiet.
Der Flurname Klinge(n) zieht sich nach Westen über die Gemarkung Wiesede in das Hochmoorgebiet Wiesmoor-Klinge (Naturschutzgebiet / europäisches Naturerbe seit 2006) hinaus.
Geschichtliches:
Die Gemarkung Wiesede, mit ihrem Standort auf einer Geestinsel im Moor, war durch Wachstum und Ausbreitung des Hochmoores von der westlichen Seite aus stark eingeengt und umfasst.

Sonstiges: S=amtliche Bezeichnung 1977


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Klinge

afries. klin, "Moorboden, Moorerde"



2. Moor

afries. mor, „Moor“; mnd. môr, „Moor, feuchter, sumpfiger Landstrich, wilde unzugängliche Sumpfgegend, insbes. als Torfmoor wirtschaftlich wichtig“



Quellen:

Hofmann, Dietrich/Popkema, Anne T., Altfriesisches Handwörterbuch, Heidelberg 2008, S. 275
Behre, Karl-Ernst, Die Entstehung und Entwicklung der Natur- und Kulturlandschaft der ostfriesischen Halbinsel, in: Behre, Karl-Ernst / van Lengen, Hajo (Hrsg.), Ostfriesland, Geschichte und Gestalt einer Kulturlandschaft, Aurich 1995
Byl, Jürgen, Meer und Moor, in: Ostfriesland Magazin, 1989, 11


Autor(in):

Christa Herzog
  


Letzte Änderung am: 16.12.2017

Projektpartner