Kolonat Rickel Fechtmann (Wiesede)

Ausgewählter Flurname:

Kolonat Rickel Fechtmann


Gemarkung:

Wiesede

Erfassungen:

Befragung von 1823

Kolonat Rickel Fechtmann (Wiesede)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung:
Wohnplatz in Upschört, ostseits an der L 34.
Übersetzung / Bedeutung:
Kolonat, Landstelle von geringer Größe aus staatlichen Ödländereien und in Erbpacht vergeben.
Das Kolonat wurde gegründet im Jahre 1823 von Rickel Fechtmann, *1797, †1862, Kirmeer.
Geschichtliches:
In Ostfriesland begannen seit der Mitte des 18. Jahrhunderts Kolonisten mit der Urbarmachung der Ödlande, Heiden und Moore. Rechtsgrundlage war das 1765 von Friedrich dem Großen erlassene Urbarmachungsedikt, das Ödländereien zu Staatseigentum erklärte und die innere Kolonisation in Ostfriesland vorantrieb. Die Kolonate wurden den Kolonisten/Anbauern unter Einhaltung von Auflagen und Zahlung eines Zinses nach Freijahren in Erbpacht verliehen.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Kolonat

„Kolonie, lat. colonia, Vorwerk, Ansiedlung außerhalb des Mutterlandes, Kolonie"



Quellen:

Herzog, Christa, Die Flurnamen der Gemarkung Wiesede – Ostfriesland. Beiträge zu ihrer Deutung. Aurich 2009, S. 28
StA Aurich, Rep 233, Nr. 369, Einsch.-Coup. 1870
Herzog, Christa, Upschört, Leer 2000, S. 431 ff.


Autor(in):

Christa Herzog
  


Letzte Änderung am: 10.08.2017

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