Lütke Dobbe (Wiesede)

Ausgewählter Flurname:

Lütke Dobbe


Gemarkung:

Wiesede

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Lütke Dobbe (Wiesede)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung:
Nördlich von Wiesede am Ems-Jade-Kanal.
Übersetzung / Bedeutung:
Kleine Grube, Tränke.
Die Rottekuhlen befanden sich meist in beachtlicher Entfernung vom Dorf, da sich bei dem ca. drei Wochen andauernden Prozess übel riechende Faulgase entwickelten.
Geschichtliches:
Dobbe: in vorindustrieller Zeit, als Leinen in Haushalten und dörflichen Webereien verarbeitet wurde, sind diese flachen Gewässer für die Rotte der Leinpflanzen zur Trennung des Bastes (der Fasern) von der Holzschicht und Rinde genutzt worden.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. lütke

mnd. luttik, „klein, gering, wenig“



2. Dobbe

mnd. dobbe, f., „Graben, Grube, niedriges morastiges Land mit überwachsener Oberfläche“; nnd. Dobbe, f., „flache Vertiefung (im Erdboden), Mulde, Grube, in der Regel mit Wasser gefüllt“



Quellen:

Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 2, S. 756
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 114


Autor(in):

Christa Herzog
  


Letzte Änderung am: 12.08.2017

Projektpartner