Martenshof (Wiesede)

Ausgewählter Flurname:

Martenshof


Gemarkung:

Wiesede

Erfassungen:

Befragung

Martenshof (Wiesede)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung:
Westlich vom Karl-Georgs-Forst.
Übersetzung / Bedeutung:
Bauernstelle / Wohnplatz der Martens.
Martens: überlieferter Name für Wiesede. In der Viehschatzung von 1599 für Wyssde (Wiesede) sowie im Feuerstättenregister von 1602 genannt: Jürrien Martens (Warfstätte), Harbertt Martens (Erbhof). Eine Verbindung zur Liegenschaft ist nicht belegt.
Geschichtliches:
Bis zur Flurneuordnung und Aufforstung des Karl-Georgs-Forstes war der Martenshof Standort einer Schäferei.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Hof

mnd. hof, m. u. n., 1. „Hof, der (meist umschloßene) Raum neben einem Gebäude oder um dasselbe“; „Hof einer Kirche“; „bes. der mit (Obst)-bäumen bepflanzte Raum neben dem Hause“; „Wohnsitz“. 2. „Gerichtshof“. 3. „Bauernhof“; nnd. hof, „Hof, eingefriedigter und geschlossener Raum, Garten, ländliche Besitzung od. Wohnung, Gehöfte“ - Der eingefriedete Raum eines Hofes, auf dem die Gebäude stehen; im erweiterten Sinn: die ganze Hofstelle mit allen Liegenschaften und Rechten.



Quellen:

Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 2, S. 310, 311; Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 2, S. 91; Niekerken, Walter, Das Feld und seine Bestellung im Niederdeutschen, Hamburg 1935, S. 4
StAA, Rep 4 C l g 29; StAA, Rep 4 B IV f 43
Ortssippenbuch Reepsholt, Aurich 1982, Bd. 1


Autor(in):

Christa Herzog
  


Letzte Änderung am: 12.08.2017

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