Neben Heikenberger Kamp (Wiesede)

Ausgewählter Flurname:

Neben Heikenberger Kamp


Gemarkung:

Wiesede

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Neben Heikenberger Kamp (Wiesede)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung:
Das Flurstück liegt am westlichen Rand der Großen Gaste.
Übersetzung / Bedeutung:
Neben Heikenberger Kamp bezeichnet eine Fläche, die an das Flurstück Heikenberger Kamp angrenzt.
Heiken: überlieferter Name für Wiesede: Johann Harms Heiken, *1836, Reepsholt, Heuermann der Schäferei bei Wiesede. Eine Verbindung zur Liegenschaft ist nicht belegt.
Die Bezeichnung Kamp weist auf die mittelalterliche Flurverfassung hin, mit Ackerflur (Gaste/Kamp) und Feld-, Flur- und Waldgemeinschaften (Allmende).
Geschichtliches:
Berg kann hier als Hinweis auf einen vorchristlichen Grabhügel gedeutet werden, der sich im Flurnamen widerspiegelt. Ehemalige Grabhügel fanden sich nahe gelegen in der Gemarkung Hesel. Sie finden sich in der Flurbezeichnung Am schwarzen Berge wieder.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Kamp

mnd. kamp, m., „Landstück, insbes. eingefriedigtes Stück Landes, Weide- oder Ackerland, auch gehegtes Waldstück, [...] im allg. als Privatbesitz, [...] Feldstück von bestimmter, doch nicht festgelegter Größe“; nnd. Kamp, m., „ein mit einer Hecke oder mit einem Graben eingehegtes Stück Land, gleich viel, ob es Ackerland, oder Wiese, oder Waldbestand ist“



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 129
Ortssippenbuch Reepsholt, Aurich 1982, Bd. 2, Nr. 2438


Autor(in):

Christa Herzog
  


Letzte Änderung am: 14.08.2017

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