Neelandsacker (Wiesede)

Ausgewählter Flurname:

Neelandsacker
( Neelands-Acker )

Gemarkung:

Wiesede

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Neelandsacker (Wiesede)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung:
Flur auf der Großen Gaste am Gaster Weg.
Übersetzung / Bedeutung:
Kultiviertes Land, ehemaliges Brachland, das relativ spät kultiviert und als Ackerland genutzt wurde.
Geschichtliches:
Denkbar als zur Kultivierung ausgewiesenes Land aus der Gemeinheit im Rahmen der Flurneuordnung (ab 1860), die die bis dahin geltende mittelalterliche Flurverfassung mit Gemeinschaftsfluren aufhob.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Neeland

Neuland; afries. nīlond, „Neuland“; mnd. nielant, n., „Neuland, als ein bestimmtes Maß“



2. Acker

mnd. acker, m., n., „Acker, Ackerland, beackertes Land, die gesamte Anbaufläche, das anbaufähige Land eines Besitzers, Ackerstück, Feldstück; auch als Feldmaß"; nnd. Acker, m., „Acker, bebautes Feld“, „Urspr. etwa = "Streifenparzelle, einzelne Parzelle in einem Gewann"; „häufig im Plural, dann in der Regel den ältesten Teil der Ackerflur signalisierend, die sog. Kernflur"



Quellen:

Remmers, Arend, Mittelalterliche Flurnamen in Ostfriesland, Online-Veröffentlichung, Aurich 2011, S. 66; Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 3, S. 186
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 108


Autor(in):

Christa Herzog
  


Letzte Änderung am: 18.08.2017

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