Pferdemoorstücke (Wiesede)

Ausgewählter Flurname:

Pferdemoorstücke


Gemarkung:

Wiesede

Erfassungen:

Befragung

Pferdemoorstücke (Wiesede)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung:
Anmoorige, weidefähige Flur zwischen dem Dorf und der Großen Gaste.
Übersetzung / Bedeutung:
Moor: Morast, Sumpfland (Pferdeweiden).
Eine Zusammenfassung mehrerer Fluren unter dem Namen Pferdemoorstücke.
Geschichtliches:
Pferdeweiden/-koppeln des Dorfes. Vor der Motorisierung der Landwirtschaft gehörten Pferde als Zugtiere untrennbar zur Landwirtschaft. Sie wurden zur Fütterung auf gesonderte Weiden aufgetrieben.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Moor

afries. mor, „Moor“; mnd. môr, „Moor, feuchter, sumpfiger Landstrich, wilde unzugängliche Sumpfgegend, insbes. als Torfmoor wirtschaftlich wichtig“



2. Stücke

Plural von "Stück": mnd. stücke, n., „Acker, Feld, Flurstück; Grundstück“; nnd. Stück, n., „Abteilung eines Feldes“



Quellen:

Holthausen, F. (1925). Altfriesisches Wörterbuch. Heidelberg 1925, S. 73; Lasch, A., & Borchling, C., Mittelniederdeutsches Handwörterbuch. Fortgf. v. G. Cordes und D. Möhn, Neumünster 1987, Bd. 2, Teil 1, Sp. 1015
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 148
Byl, Jürgen, Meer und Moor, in: Ostfriesland Magazin, 1989, 11


Autor(in):

Christa Herzog
  


Letzte Änderung am: 04.09.2017

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