Reepsholter Tief (Wiesede)

Ausgewählter Flurname:

Reepsholter Tief
( Wieseder Tief )

Gemarkung:

Wiesede

Erfassungen:

Preußische Grundsteuervermessung (ca.1870)

Reepsholter Tief (Wiesede)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung:
Das Wieseder Tief beim Übertritt in die Gemarkung Reepsholt.
Übersetzung / Bedeutung:
Tief: natürlicher Wasserlauf.
Der Wasserlauf war um 1500 im Unterlauf bis zur Friedeburg (Burgstätte) schiffbar, verlandete jedoch nach dem Bau des Ellenser Damms.
Geschichtliches:
Bedeutender Wasserzug. Ursprung: nacheiszeitliche Wasserrinne. Entwässerung in den Jadebusen.

Sonstiges: Bezeichnung im Unterlauf. Früher streckenweise auch Pree, Großes Tief, Sandvoordertucht. 1595: Monikendiep (Mönchstief).


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Reepsholt

Kirchort, Parochialkirche für Wiesede, Gründung eines Kanoniker-Stifts 983 n. Chr., Bau der St. Mauritius-Kirche um 1140.



2. Tief

afries. tia, Zug, ziehen, Wasserzug; niederd.: Deep. Natürlicher Wasserlauf, der das aus den Zugschlöten zufließende Niederschlagswasser dem Siel zuführt.



Quellen:

Johannes Florianus: Frisia orientalis, 1595.


Autor(in):

Christa Herzog
  


Letzte Änderung am: 20.04.2009

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