Reidewisch (Wiesede)

Ausgewählter Flurname:

Reidewisch
( Reitwisch )

Gemarkung:

Wiesede

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Reidewisch (Wiesede)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung:
Flur östlich des Dorfes am Wieseder/Reepsholter Tief.
Übersetzung / Bedeutung:
Feuchtwiese, Landstück mit Reetbewuchs.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Reide

afries. reid, rēd- n., „Schilfrohr, Reet (vor allem zum Dachdecken)“; mnd. rêt, reit, m., n., „Schilfrohr“; nnd. Reet, Reit, n., „Ried, Riedgras, schilfartiges Gras, Schilfrohr“



2. Wisch

mnd. wisch, wisk(e), f., „Wiese“; nnd. wiske, wisk, wisker, wiskerland, „Wiese, Wiesenland, niedrig gelegenes u. im Winter meist inundirtes Land, was meistens zum Heumachen und nur ausnahmsweise zum Beweiden benutzt wird“



Quellen:

Remmers, Arend, Mittelalterliche Flurnamen in Ostfriesland, Online-Veröffentlichung, Aurich 2011, S. 74; Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 141
Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 5, S. 739; Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 3, S. 563


Autor(in):

Christa Herzog
  


Letzte Änderung am: 28.09.2017

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