Reitscharter Graben (Wiesede)

Ausgewählter Flurname:

Reitscharter Graben
( Fulfshörner Tucht, Fuchshörntucht, Steinsyhler Zug, Unlandsschloot )

Gemarkung:

Wiesede

Erfassungen:

Sonstiges

Reitscharter Graben (Wiesede)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung:
Fließgewässer aus den Fluren südlich (Wiesederfehn) von Wiesede.
Übersetzung / Bedeutung:
Reit: Schilfrohr. Schart/e: Grenzgebiet, Einschnitt.
Geschichtliches:
Wasserzug aus dem Hochmoor. Ursprung: nacheiszeitliche Wasserrinne. Entwässert in das Wieseder Tief.

Sonstiges: S=amtliche Bezeichnung 1977


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Reit

afries. reid, rēd- n., „Schilfrohr, Reet (vor allem zum Dachdecken)“; mnd. rêt, reit, m., n., „Schilfrohr“; nnd. Reet, Reit, n., „Ried, Riedgras, schilfartiges Gras, Schilfrohr“



2. Scharte

mnd. schardinge, f., „Theilung, Scheidung“; nnd. scharde, schârde, schârte, „Scharte, Kerbe etc.“; nnd. scharding, „Scheidung, Grenzscheidung od. richtiger die scheidenden u. trennenden Hecken, Zäune, Holzwände etc., da die betr. gesetzliche Bestimmung vorschreibt, dass die schardinge auf die richtige Grenze (swette) gesetzt werden müssen.“



Quellen:

Remmers, Arend, Mittelalterliche Flurnamen in Ostfriesland, Online-Veröffentlichung, Aurich 2011, S. 74; Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 141
Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 4, S. 50; Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 3, S. 100


Autor(in):

Christa Herzog
  


Letzte Änderung am: 29.09.2017

Projektpartner