SanddŁnen (Wiesede)

Ausgewählter Flurname:

Sanddünen


Gemarkung:

Wiesede

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca. 1830),
Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

SanddŁnen (Wiesede)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung:
Flur in Upschört ostseits der L 34.
Übersetzung / Bedeutung:
Gebiet mit sandigem Charakter.
Ursprung: nacheiszeitliche Sandverwehungen. In Ostfriesland ließ sich eine Flugsandbewegung und Dünenbildung bis 8.300 v. Chr. nachweisen.
Geschichtliches:
Sanddünengebiet in Upschört südlich der K 50. Die Dünen erreichten ursprünglich eine Höhe von 7,3 m über NN. Sie sind zur Verwendung als Bausand teilweise großflächig abgetragen worden.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Sand

mnd. sant, n., „sandige Fläche, Gegend“; nnd. Sand, m., „Sand“. – „Als Simplex = „sandiges Flurstück“, als BW entweder Hinweis auf Bodenbeschaffenheit oder auf Sandabbau. – An der Küste in Namen für Wattflächen [...].“



2. Düne

„Düne, d. h. ein durch Wind u. Sturm zusammengewirbelter Sandhaufe od. Sandberg, Sandhügel etc., wie solche sich namentlich an den Seeküsten finden.“



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 143
Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 1, S. 361
Behre, Karl-Ernst, Die Entstehung und Entwicklung der Natur- und Kulturlandschaft der ostfriesischen Halbinsel, in: Behre, Karl-Ernst / van Lengen, Hajo (Hrsg.), Ostfriesland, Geschichte und Gestalt einer Kulturlandschaft, Aurich 1995, S. 8


Autor(in):

Christa Herzog
  


Letzte Änderung am: 16.10.2017

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