Sandgrube (Wiesede)

Ausgewählter Flurname:

Sandgrube


Gemarkung:

Wiesede

Erfassungen:

Befragung

Sandgrube (Wiesede)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung:
Flur nordöstlich vom Dorfkern am Heikenhammer Weg.
Übersetzung / Bedeutung:
Sandentnahmestelle.
Heinrich Behrends beschreibt in seiner Chronik von Wiesedermeer (1976) eine weitere Nutzung: "Der Sand wurde mit wendigen Fahrzeugen, so genannten Erdkarren, abgebaut und als Düngerersatz auf die Felder gebracht".
Geschichtliches:
Zur Instandhaltung des Heikenhammer und Heselerfelder Weges. Jede Dorfschaft hatte Areale ausgewiesen, aus denen Sand für die Pflege der Wege entnommen werden konnte. Die Arbeiten wurde unter den Interessenten in Hand- und Spanndienst ausgeführt.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Sand

mnd. sant, n., „sandige Fläche, Gegend“; nnd. Sand, m., „Sand“. – „Als Simplex = „sandiges Flurstück“, als BW entweder Hinweis auf Bodenbeschaffenheit oder auf Sandabbau. – An der Küste in Namen für Wattflächen [...].“



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 143
Behrends, Heinrich, Wiesedermeer, Aurich 1976


Autor(in):

Christa Herzog
  


Letzte Änderung am: 19.10.2017

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