Sandstich (Wiesede)

Ausgewählter Flurname:

Sandstich


Gemarkung:

Wiesede

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Sandstich (Wiesede)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung:
Flur am Auricher (L 34) / Sandvarieger Weg
Übersetzung / Bedeutung:
Sandentnahmestelle.
Heinrich Behrends beschreibt in seiner Chronik von Wiesedermeer (1976) eine weitere Nutzung: "Der Sand wurde mit wendigen Fahrzeugen, so genannten Erdkarren, abgebaut und als Düngerersatz auf die Felder gebracht". Diese Flur an der L 34 und dem Sandvarieger Weg diente bis zu seiner Bebauung im Jahre 1950 für die Volksschule in Wiesede als Sportplatz.
Geschichtliches:
Jede Dorfschaft hatte Areale ausgewiesen, aus denen Sand für die Instandhaltung der Wege und Straßen entnommen werden konnte. Die Arbeiten wurde unter den Interessenten in Hand- und Spanndienst ausgeführt.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Sand

mnd. sant, n., „sandige Fläche, Gegend“; nnd. Sand, m., „Sand“. – „Als Simplex = „sandiges Flurstück“, als BW entweder Hinweis auf Bodenbeschaffenheit oder auf Sandabbau. – An der Küste in Namen für Wattflächen [...].“



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 143
Behrends, Heinrich, Wiesedermeer, Aurich 1976


Autor(in):

Christa Herzog
  


Letzte Änderung am: 19.10.2017

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