Sandvarieger Weg (Wiesede)

Ausgewählter Flurname:

Sandvarieger Weg
( Sandwoorter Weg )

Gemarkung:

Wiesede

Erfassungen:

Deutsche Grundkarte,
Sonstiges

Sandvarieger Weg (Wiesede)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung:
Paralleler Verlauf von Weg (Sandvarieger Weg) und Wieseder Tief, hier auch Sandvorter Tucht genannt.
Übersetzung / Bedeutung:
Weg mit sandiger Furt.
Hoher (bis 7,6 m über NN) alter Weg, an dessen Südseite 1999 im Zuge der Verlegung der NETRA-Pipeline der Grundriss von zwei, vermutlich aufeinander folgenden Pfostenhäusern archäologisch erfasst werden konnten (25 m Länge x 6,5 m Breite). Die Häuser werden in das 10./11. Jahrhundert datiert.
Geschichtliches:
Bei Riege und Weg handelt es sich offensichtlich um eine tautologische Wortbildung innerhalb dieses Straßennamens. Als Riege weniger gebräuchlich geworden war, wurde die Bezeichnung Weg angehängt.

Sonstiges: S=amtliche Bezeichnung 1977


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Sand

ahd. sant, kleinkörnige Kieselerde, Sand- oder Geestboden.



2. Sand-va-riege

va, fort, forde, Furt, ahd., lat. porta, Zugang, Durchgang, gut zu überfahren, seichte Flussstelle, die das Durchwaten gestattet, auch Damm, Brücke. Foorden bzw. Furten bestimmten, solange der Brückenbau noch unzureichend war, die Anlage von Verkehrswegen und begünstigten die Entwicklung von Siedlungen.



3. Rieg/e

(de), niederd., Reihe, Zeile, Ordnung; in Norddeutschland gebräuchlich für Weg, Straße.



4. Weg

ahd. wec, sich bewegen, Adverb: weg, entfernt, fortbewegen.



Autor(in):

Christa Herzog
  


Letzte Änderung am: 20.04.2009

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