Schönhörn (Wiesede)

Ausgewählter Flurname:

Schönhörn


Gemarkung:

Wiesede

Erfassungen:

Befragung von 1999

Schönhörn (Wiesede)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung:
Upschört, am hinteren Haarweg.
Übersetzung / Bedeutung:
Schöne Gegend, Ecke.
Geschichtliches:
Flur am Haarweg nordwestlich der Upschörter Ziegelei, genannt Schönhörn. Der Name kann daher rühren, dass sich in den Häusern um die Ziegelei überwiegend weiblicher Nachwuchs einstellte. Allein aus den Häusern Kolonat Nr. 9 und 10 sind von 1850 bis 1900 über 30 Töchter hervorgegangen. Der vermehrte Nachwuchs des schönen Geschlechts am hinteren Haarweg soll zu dieser Wortschöpfung angeregt haben.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Hörn

mnd. hōrn, n., „spitz zulaufendes, keilförmiges Landstück“, „Winkel, Ecke, Biegung“; nnd. Horn, n., „in Flurn. „Ecke, Winkel“



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 127
Herzog, Christa, Upschört, Leer 2000, S. 412 ff.


Autor(in):

Christa Herzog
  


Letzte Änderung am: 25.10.2017

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