Surgaste (Wiesede)

Ausgewählter Flurname:

Surgaste


Gemarkung:

Wiesede

Erfassungen:

Befragung

Surgaste (Wiesede)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung:
Flur auf der Surgaste.
Übersetzung / Bedeutung:
Südliche Gaste. Auch die "saure" Gaste / Ackerflur. Hier die Bezeichnung eines Wohnplatzes.
1964 Wohnplatzbezeichnung
Geschichtliches:
Bezeichnung für den Wohnplatz auf der südliche Gaste des Johann Hinrich Asche, Ziegler in Wiesede, *1869 in Wiesederfehn.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Sur

1. mnd. sûr, „contrah. aus suder“; mnd. suder, „adj. südlich“ 2. mnd. sûr, nnd. suur, „sauer“. – „Hinweis auf „sauren" Boden oder auf „sauren“ Pflanzenwuchs (auf Feuchtwiesen).“



2. Gaste

afries. gāst, gēst f., „Geest“; mnd. gêst, gast, f., „das hohe trockene Land im Gegensatz zu den Marschniederungen“. – „Oft in Namen für den Altacker eines Dorfes."



Quellen:

Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 4, S. 460, 477; Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 149
Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 2, S. 83; Remmers, Arend, Mittelalterliche Flurnamen in Ostfriesland, Online-Veröffentlichung, Aurich 2011, S. 26; Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 120
Ortssippenbuch Reepsholt, Aurich 1982, Bd. 1, Nr. 188


Autor(in):

Christa Herzog
  


Letzte Änderung am: 26.10.2017

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