Unlande und Kleikuhlen (Wiesede)

Ausgewählter Flurname:

Unlande und Kleikuhlen


Gemarkung:

Wiesede

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Unlande und Kleikuhlen (Wiesede)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung:
Flur nordwestlich des Wieseder Steinwerkes.
Übersetzung / Bedeutung:
Unland: zerklüftetes Land, hier durch Lehmabbau entstanden.
Geschichtliches:
Unland(e), unbebautes, zerklüftetes, nicht nutzbares Land; hier: durch Lehmabbau ausgebeutetes und zur Bewirtschaftung unbrauchbares oder schwer zu bewirtschaftendes Land.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Un-

gemeingermanische verneinende Vorsilbe, ahd. un.



2. Land

ahd. lant, Begriff ohne Plural mit verschiedener Bedeutung. In Flurbezeichnungen ein nicht näher bestimmbares Gebiet oder Gelände / Landstrich; ein nutzbares und genutztes Stück Erdboden, das sich im Besitz von jemandem befindet.



3. Klei

niederd., fetter lehmiger/toniger Boden.



4. Kuhl/e/de

niederd., Grube, Loch, Vertiefung, gegrabene Bodenmulden, hier durch Lehmabbau entstanden.



Autor(in):

Christa Herzog
  


Letzte Änderung am: 20.04.2009

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