Upschörter Moorweg (Wiesede)

Ausgewählter Flurname:

Upschörter Moorweg


Gemarkung:

Wiesede

Erfassungen:

Sonstiges

Upschörter Moorweg (Wiesede)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung:
Weg östlich vom Barkenbuschschloot.
Übersetzung / Bedeutung:
Weg durch Morast, Sumpfland.
Am Upschörter Moorweg befinden sich Reste des alten Moorvorkommens.
Geschichtliches:
Auf der ostfriesischen Geest setzte um 4000 v. Chr. auf Grund klimatischer Veränderungen die Hochmoorbildung ein. Im Laufe der Jahrhunderte entstand das mächtige in Südost-Nordwest-Richtung verlaufende ostfriesische Zentralhochmoor. Die Gemarkung Wiesede lag auf einer Geestzunge am Rand dieses Hochmoorkomplexes.

Sonstiges: S=amtliche Bezeichnung 1977


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Upschört

nnd. up-schörten, "aufziehen, hinaufziehen, höher ziehen, aufschieben, hinaufschieben, hinausziehen, ausdehnen, weiterschieben etc." - Upschört“ bezeichnet „eine in unkultiviertes Land vorgeschobene Siedlung“.



2. Moor

afries. mor, „Moor“; mnd. môr, „Moor, feuchter, sumpfiger Landstrich, wilde unzugängliche Sumpfgegend, insbes. als Torfmoor wirtschaftlich wichtig“



Quellen:

Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 3, S. 480; Remmers, Arend, Von Aaltukerei bis Zwischenmooren. Die Siedlungsnamen zwischen Dollart und Jade, Leer 2004, S. 226
Holthausen, F. (1925). Altfriesisches Wörterbuch. Heidelberg 1925, S. 73; Lasch, A., & Borchling, C., Mittelniederdeutsches Handwörterbuch. Fortgf. v. G. Cordes und D. Möhn, Neumünster 1987, Bd. 2, Teil 1, Sp. 1015
Behre, Karl-Ernst, Die Entstehung und Entwicklung der Natur- und Kulturlandschaft der ostfriesischen Halbinsel, in: Behre, Karl-Ernst / van Lengen, Hajo (Hrsg.), Ostfriesland, Geschichte und Gestalt einer Kulturlandschaft, Aurich 1995
Byl, Jürgen, Meer und Moor, in: Ostfriesland Magazin, 1989, 11


Autor(in):

Christa Herzog
  


Letzte Änderung am: 23.11.2017

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