Vo▀holt (Wiesede)

Ausgewählter Flurname:

Voßholt


Gemarkung:

Wiesede

Erfassungen:

Deutsche Grundkarte

Vo▀holt (Wiesede)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung:
Flur im Westen der Gemarkung zwischen Voßholter- und Dobbenweg, ehemals Waldgebiet.
Übersetzung / Bedeutung:
Fuchsgehölz. Waldgebiet.
1964 Wohnplatzbezeichnung.
Geschichtliches:
Dieser und weitere Flurnamen (Hochholten, Het hoge Holt, Hohejohls, Hilgenholt, Eckelhof, Buschhof, Holzhof u.a.) weisen auf das historische Gehölz Wysder Holt hin, einem natürlichen Wald, der sich bis in die Neuzeit südwestlich von Wiesede erstreckte. Das Gehölz ist auf Karten des 16. bis 18. Jahrhunderts wiedergegeben als ausgedehntes Waldgebiet.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Voß

mnd. vos, „Fuchs“



2. Holt

mnd. holt, n., „Baumbestand, Gehölz, Wald, Waldstück, Hochwald“; nnd. Holt, n., „Gehölz, Wald“



Quellen:

Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 5, S. 513
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 126
Friedländer, Ernst (Hrsg.), Ostfriesisches Urkundenbuch, Emden 1878
Lang, Arend W., Kleine Kartengeschichte Frieslands zwischen Ems und Jade - Entwicklung der Land- u. Seekartographie von ihren Anfängen bis zum Ende des 19. Jahrhunderts, von 1900 bis 1985 fortgesetzt durch Heinrich Schumacher, Norden 1985


Autor(in):

Christa Herzog
  


Letzte Änderung am: 07.12.2017

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