Wiesede (Wiesede)

Ausgewählter Flurname:

Wiesede
( Dorfplatz )

Gemarkung:

Wiesede

Erfassungen:

Deutsche Grundkarte

Wiesede (Wiesede)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung:
Umfasst die vom Auricher Weg und der Wieseder Dorfstraße eingeschlossen Grundstücke.
Übersetzung / Bedeutung:
Ortschaftsname.
Die jüngere Dorfmitte. Der Ort verlagerte sich im Laufe der Jahrhunderte von Norden im Bereich Junkersplatz/Bunjeshusen nach Süden in den Bereich der Kirchwarf und Ziegelei.
Heute ist Wiesede eine Ortschaft in der Gemeinde Friedeburg (nach der Gebietsreform 1972), Lkr. Wittmund. Ursprung: mittelalterliches Geestdorf.
Der Name Wiesede, so wie er heute als amtliche Ortsnamenform vorliegt, ist das Ergebnis eines längeren sprachlichen Entwicklungsprozesses. Auf historischen Karten und Aufzeichnungen, die bis ins Mittelalter zurückreichen, finden sich folgende Schreibweisen: Wyssde, Wyse, Wyszede (1420, Stader Cop.), Wisede (1435, Ostfr. UB), Wysda (1483, Ostfr. UB), Wysta, Wysaede, Wysede, Wiesede.
Geschichtliches:
Die Flur von Wiesede war in früherer Zeit von Ausläufern des Zentralhochmoores umschlossen.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Wiesede

Wis-(ithi): afries wies, wisa, Moor, Morast, Sumpf-, Niederungsland; mnd. wisch, in der Bedeutung von Wiese, feuchte Niederung. (Wis)-ithi, -ede: in der Bedeutung von reich an etwas (an Niederungsland, Moor).



Quellen:

Herzog, Christa, Die Flurnamen der Gemarkung Wiesede – Ostfriesland. Beiträge zu ihrer Deutung. Aurich 2009, S. 29; Remmers, Arend, Von Aaltukerei bis Zwischenmooren, Leer 2004, S. 242
Gerhard Siebels, Die Siedlungsnamen, in: Collectanea Frisica, Aurich 1995, S. 87 - 88.
Friedlaender, Ernst (Hrsg.), Ostfriesisches Urkundenbuch, Emden 1878 - 1881


Autor(in):

Christa Herzog
  


Letzte Änderung am: 11.12.2017

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