Wieseder Feldweg (Wiesede)

Ausgewählter Flurname:

Wieseder Feldweg


Gemarkung:

Wiesede

Erfassungen:

Sonstiges

Wieseder Feldweg (Wiesede)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung:
Weg auf der Surgaste.
Übersetzung / Bedeutung:
Feldweg: Weg durch die offene Flur der älteren Dörfer.
Die Änderung der Flurverfassung mit Aufteilung des Gemeineigentums erfolgte im Rahmen der Gemeinheitsteilung, für Wiesede um ca. 1860.
Wiesede ist heute eine Ortschaft in der Gemeinde Friedeburg (nach der Gebietsreform 1972), Lkr. Wittmund. Ursprung: mittelalterliches Geestdorf.
Geschichtliches:
Die Bezeichnung Feld weist auf die mittelalterliche Flurverfassung hin, mit Ackerflur (Gaste/Kamp) und Feld-, Flur- und Waldgemeinschaften (Allmende).



Sonstiges: S=amtliche Bezeichnung 1977


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Wiesede

Wis-(ithi): afries wies, wisa, Moor, Morast, Sumpf-, Niederungsland; mnd. wisch, in der Bedeutung von Wiese, feuchte Niederung. (Wis)-ithi, -ede: in der Bedeutung von reich an etwas (an Niederungsland, Moor).



2. Feld

mnd. velt, n., (das freie, offene) Feld“; nnd. Feld, „Feld, Ackerland, abgeteilte (kleinere) Ackerfläche, Beet, offene Gemarkung, die (bebaute und/oder unbebaute) Flur“



Quellen:

Herzog, Christa, Die Flurnamen der Gemarkung Wiesede – Ostfriesland. Beiträge zu ihrer Deutung. Aurich 2009, S. 29; Remmers, Arend, Von Aaltukerei bis Zwischenmooren, Leer 2004, S. 242
Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 5, S. 229; Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 118


Autor(in):

Christa Herzog
  


Letzte Änderung am: 12.12.2017

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