Wieseder Hamm (Wiesede)

Ausgewählter Flurname:

Wieseder Hamm


Gemarkung:

Wiesede

Erfassungen:

Deutsche Grundkarte,
Preußische Grundsteuervermessung (ca.1870)

Wieseder Hamm (Wiesede)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung:
Flur in der Niederung des Wieseder Tiefs, ostseits.
Übersetzung / Bedeutung:
Feuchtwiese.
Geschichtliches:
Die Fluren in der Gemarkung Wiesede mit der Bezeichnung Hamm gehören, nach ihrem unregelmäßigen Zuschnitt zu deuten, mit zu den ältesten in Bearbeitung genommenen landwirtschaftlichen Flächen des Dorfes.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Wiesede [1]

Wis-(ithi): Wies, Wisa, afries., Moor, Morast, Sumpf- Niederungsland; mnd. wisch, in der Bedeutung von Wiese, feuchte Niederung. (Wis)-ithi, -ede: in der Bedeutung von reich an etwas (an Niederungsland, Moor).



2. Wiesede [2]

Ortschaft in der Gemeinde Friedeburg (nach der Gebietsreform 1972), Lkr. Wittmund. Ursprung: mittelalterliches Geestdorf.



3. Hamm

Hamm, Hammrich; afries. ham, hem, him. Bezeichnung für das meist niedrig gelegene, von Gräben umgebene Grünland der Marsch. Das von altfriesisch ham marca, Heim-Mark, Dorf-Mark abzuleitende Wort bedeutete ursprünglich die gesamte Dorfflur. Es tritt als Hamm: Hamm, hamreke, himrik, hammerk, himmerik oder verfremdet als Himmelreich auf. Da in den Marschengebieten der größte Teil der Flur ursprünglich aus Wiesen und Weiden bestand, wurde der Begriff später zu einer allgemeinen Bezeichnung für Grünland. Auf der Geest findet sich der Flurname im Niederungsbereich von Fließgewässern.



Autor(in):

Christa Herzog
  


Letzte Änderung am: 20.04.2009

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