Ziegelei Remmers (Wiesede)

Ausgewählter Flurname:

Ziegelei Remmers


Gemarkung:

Wiesede

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Ziegelei Remmers (Wiesede)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung:
Flur nördlich am Voßholter Weg.
Übersetzung / Bedeutung:
Steinwerk der Remmers (Wiesede).
Der Ziegeleibetrieb wurde 1867 aufgegeben, an die Stelle des Werkes ein Wohnhaus mit Scheune gesetzt. Der Ziegeleifabrikant Johann Remmers, * 22.8.1809 in Wiesede, emigrierte 1868 mit seiner Familie nach Nordamerika. In 2006 landwirtschaftlicher Betrieb.
Geschichtliches:
Eine weitere Ziegelei neben der gräflichen in Wiesede. 1847 waren Thomas Hinrichs und Johann Remmers als Eigentümer eingetragen. Nach Rezesskarte von 1854 waren die beiden rechtwinklig zueinander stehenden Gebäude 67 m und 65 m lang. Breite etwa 12 m bzw. 13 m.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Ziegel

niederl. Tegel, lat. tegula, tegere, decken.



2. -ei

urspr. roman. Suffix -ei (frz. -ie), das zur Bildung von Raumbezeichnungen aus Berufsbezeichnungen diente.



3. Remmer(s)

patronymischer Name, in Wiesede seit Beginn der Kirchenbuchaufzeichnungen (16. Jahrhundert) genannt.



Quellen:

Remmers, A., Von Aaltukerei bis Zwischenmooren, die Siedlungsnamen zwischen Dollart und Jade, Leer 2004.
Ortssippenbuch Reepsholt, Aurich 1982, Bd. 2, Nr. 5432.


Autor(in):

Christa Herzog
  


Letzte Änderung am: 20.04.2009

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