Ziegeleistraße (Wiesede)

Ausgewählter Flurname:

Ziegeleistraße


Gemarkung:

Wiesede

Erfassungen:

Sonstiges

Ziegeleistraße (Wiesede)


Erklärung des Flurnamens:

Lokalisierung:
Straße mit Einmündung in den Ortsbering (Dorfstraße).
Übersetzung / Bedeutung:
Straßenverbindung zum Wieseder Steinwerk.
Am Schnittpunkt dieses Weges mit dem Hoheholz- und Klinger Weg stand nach Überlieferungen das Haus eines Jägers. Über ein Jägerhaus (1712) berichtet Sebastian E. Jhering (Amtsbeschreibung): "Zur Verwaltung der fürstlichen Holzungen in Hopels, Wiesede, Stroth und Rispel sowie zur Beaufsichtigung der Jagd bestellte der Fürst einen Amtsjäger mit dem Wohnsitz in Wiesede".
Geschichtliches:
Erster Beleg des Wieseder Steinwerks als gräfliche Ziegelei 1602. Lt. Karten des frühen 19. Jahrhunderts ist diese Straße erst nach 1800 angelegt.

Sonstiges: S=amtliche Bezeichnung 1977


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Ziegel

niederl. Tegel, lat. tegula, tegere, decken.



2. -ei

urspr. roman. Suffix -ei (frz. -ie), das zur Bildung von Raumbezeichnungen aus Berufsbezeichnungen diente.



3. Straße

mhd. straze, ahd. straz[z]a; gepflasterter Weg, Heerstraße.



Quellen:

Remmers, A., Von Aaltukerei bis Zwischenmooren, die Siedlungsnamen zwischen Dollart und Jade, Leer 2004.
Camp, Artill. Capitain W., Neue Geographische Spezial Charte von dem Fürstenthum Ostfries- und dem Harlingerland 1802.


Autor(in):

Christa Herzog
  


Letzte Änderung am: 20.04.2009

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