Grävenberg (Wiesederfehn)

Ausgewählter Flurname:

Grävenberg


Gemarkung:

Wiesederfehn

Erfassungen:

Deutsche Grundkarte

Grävenberg (Wiesederfehn)


Erklärung des Flurnamens:

"Anhöhe zur trigonometrischen Vermessung auf gräflichem Territorium"
Erstmals auf einer Handzeichnung der Gutsverwalter Nölke u. Blanke von 1881( StAA, Rep. 244, A 3280) ist diese Anhöhe vermerkt. Die heutige Verortung wäre die Höhe Amselweg/Birkhahnweg an der Grenze zum Hopelser Wald. Ob diese Anhöhe mit dem Besitzer des Waldes, dem Grafen von Wedel, in Verbindung steht, bleibt offen. Hier soll ein Trigonometrischer Punkt künstlich angelegt worden sein, indem man einen hölzernen Turm oder eine Erhöhung als Anpeilung benutzt hat. Diese Vorgehensweise war nicht ungewöhnlich, wenn z.B. kein Kirchturm oder andere hohe Gebäude für eine Vermessung vorhanden waren.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Gräven

mnd. grêve, grâve = Graf



Quellen:

Mullberg, ein Rückblick auf 75 Jahre - 1922-1997, Leer 1997, S.15;
Lübben, A./ Walther, Chr., Mittelniederdeutsches Handwörterbuch, Nachdruck, Leipzig von 1888, Darmstadt 1965, S. 129;


Autor(in):

Dr. Karl- Heinz Frees


Letzte Änderung am: 17.11.2017

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