Friedeburger Wiesmoor (Wiesmoor)

Ausgewählter Flurname:

Friedeburger Wiesmoor


Gemarkung:

Wiesmoor

Erfassungen:

Deutsche Grundkarte

Friedeburger Wiesmoor (Wiesmoor)


Erklärung des Flurnamens:

"Östlicher Teil des Zentralmoores, benannt nach dem Ort Friedeburg."
Das Zentralmoor oder "herrschaftliche Moor" wurde unter der Ägide der Welfen 1850 in die Amtsbezirke Auricher und Friedeburger Wiesmoor unterteilt, ab 1966 zerstückelte die preußische Verwaltung das Gebiet in Auricher Wiesmoor I und II und in das Friedeburger Wiesmoor nördlicher und südlicher Teil.
Geometer Nordheim nannte bei der Vermessung von Voßbarg erstmals die Liegenschaft Wiesmoor. Siehe dazu StAA, Rep. 6, 2558.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Friedeburg

Benannt nach dem Erbauer der Burg Fredo von Wangern oder auch Zusammensetzung aus mnd. vrede, „Friede“ und „Burg“. Die Friedeburg wurde von Friedrich II. 1763 abgerissen. Der Name wurde auf die Ortschaft übertragen, heute ist Friedeburg Sitz der Samtgemeinde und gehört zum Lk. Wittmund.



2. Wiesmoor

Der Name besteht aus einer tautologischen Wortbildung: Wies, afries. wase = Schlamm, Sumpfland und Moor = morastiger Sumpf



Quellen:

Remmers, Arend, Von Aaltukerei bis Zwischenmooren, Leer 2004, S. 275; Schiller, Karl/Lübben, August, Mittelniederdeutsches Wörterbuch, Bremen 1875-1880, Bd. 1, S. 506
Frees, K. H., Wiesmoor - Der Lange Weg vom Moor zur Blumenstadt, Leer 2006; Remmers, A., Von Aaltukerei bis Zwischenmooren, Leer 2004, S. 242; Duden, Das Herkunftswörterbuch, Mannheim 2007, S. 928


Links:

http://de.wikipedia.org/wiki/Friedeburg
http://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/php/ortschronisten/Ortsartikel/HOO_Wiesmoor_Frees.pdf

Autor(in):

Dr. Karl- Heinz Frees


Letzte Änderung am: 10.12.2015

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