Gredenescher (Wirdum)

Ausgewählter Flurname:

Gredenescher
( Gredener Escher, Gredern Neun )

Gemarkung:

Wirdum

Erfassungen:

Deutsche Grundkarte,
Preußische Grundsteuervermessung (ca.1870)

Gredenescher (Wirdum)


Erklärung des Flurnamens:

Ländereien im Ortsteil Wirdumer Altendeich, südlich des alten Friedhofs.
Die Bezeichnung Gredenescher ist in sich widersprüchlich. Vielleicht hat im Laufe der Jahre eine Nutzungsänderung stattgefunden.


Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Grede / Greden

Nnd. grêde, "Weideland, das nur zum Weiden und Mähen benutzt, d. h. niemals in Ackerland umgepflügt wird."



2. Escher

"Fruchtbares, zum Getreideanbau vorzügl. Land auf der Geest sowie hochliegendes Kleiland von mit Sand gemischtem Boden, der wärmer ist, wie das gewöhnl. Marschland, und deshalb nicht als Weideland, sondern zum Gemüse- und Getreide-Bau benutzt wird." "Der Dorfacker, auch als "Gaste" bezeichnet. Fruchtbares und zum Getreideanbau geeignetes Land auf der Geest sowie auf leichtem Kleiboden."



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 122 sowie 117. Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 1, S. 676 sowie 407. Bents, Harm; in: Chronik der Gemeinde Upgant-Schott mit Siegelsum, Norden 2009, S. 697.


Autor(in):

Harm Bents


Letzte Änderung am: 23.07.2011

Projektpartner