Greedenescherschloot (Wirdum)

Ausgewählter Flurname:

Greedenescherschloot


Gemarkung:

Wirdum

Erfassungen:

Deutsche Grundkarte

Greedenescherschloot (Wirdum)


Erklärung des Flurnamens:

Entwässerungsgraben von der Abzweigung der Grimersumer Straße / Schoonorther Landesstraße (L 4) über Wirdumer Altendeich bis zum Diekenshofschloot.
Anm.: Die Bezeichnung Greedenescher ist in sich widersprüchlich. Vielleicht hat im Laufe der Jahre eine Nutzungsänderung der Ländereien stattgefunden.




Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Greeden-

Nnd. grêde, "Weideland, das nur zum Weiden und Mähen benutzt, d. h. niemals in Ackerland umgepflügt wird."



2. Escher

"Fruchtbares, zum Getreideanbau vorzügl. Land auf der Geest sowie hochliegendes Kleiland von mit Sand gemischtem Boden, der wärmer ist, wie das gewöhnl. Marschland, und deshalb nicht als Weideland, sondern zum Gemüse- und Getreide-Bau benutzt wird." "Der Dorfacker, auch als "Gaste" bezeichnet. Fruchtbares und zum Getreideanbau geeignetes Land auf der Geest sowie auf leichtem Kleiboden."



3. Schloot

Mnd. slôt, "zwischen zwei Grundstücken gezogener Wassergraben; Entwässerungskanal, Abzugsgraben"; Nnd. Sloot, "Graben zur Befriedigung und Abgrenzung von Ländereien und auch zur Abwässerung derselben".



Quellen:

Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung - Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 122 und 117 sowie 145. Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 1, S. 676 und 407 sowie Bd. 3 S. 209. Bents, Harm; in: Chronik der Gemeinde Upgant-Schott mit Siegelsum, Norden 2009, S. 697.


Autor(in):

Harm Bents


Letzte Änderung am: 23.07.2011

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