Kauses (Wirdum)

Ausgewählter Flurname:

Kauses


Gemarkung:

Wirdum

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Kauses (Wirdum)


Erklärung des Flurnamens:

Aus einer Karte der "Herrschaftlichen Plätze Degenfeld, Wilhelmshoff und Otterham" von Conring (1848) ist ersichtlich, dass an der Zuwegung zum Hof Alt Otterhamm, angrenzend an das Hinterhaus, ein Flurstück zur Größe von sechs Grasen lag. Dabei könnte es sich um eine Kuhweide oder um eine Einfriedigung für Schafe, Pferde, Rinder usw. gehandelt haben, die hier verkürzt mit Kauses - richtig: Kau-ses - bezeichnet wird.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Kau

(1) Nd. koh, mnd. koe, engl. cow; Kuh - im Krummhörner Dialekt: Kau. (2) Nld. kauw, nhd. kaue, kau, mhd. kove; ein eingefriedigter Raum, sowohl im Freien als im Hause: Pferch, Koben, Stall; "Viehstall im Freien, oft nur von Rasen".



2. Ses

Plattdeutsch für sechs (Grasen).



Quellen:

Doornkaat Koolman, Jan ten, Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879 bis 1884, Bd. 2, S. 188 sowie Bd. 3 S. 176. Stürenburg, Cirk Heinrich, Ostfriesisches Wörterbuch, Nachdruck der Ausgabe Aurich 1857, Leer 1996, S. 104.


Autor(in):

Harm Bents


Letzte Änderung am: 10.08.2011

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