Möhln negen (Wirdum)

Ausgewählter Flurname:

Möhln negen


Gemarkung:

Wirdum

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Möhln negen (Wirdum)


Erklärung des Flurnamens:

Ländereien zur Größe von neun Grasen südöstlich des Hofes Aland. Hier stand eine zum Hof gehörende Wasserschöpfmühle, die auch mit einem Kornmahlgang ausgestattet war. Nachdem der Schöpfbetrieb 1937/1938 an das Stromnetz angeschlossen werden konnte, wurde die Mühle abgebrochen und durch ein Pumpwerk ersetzt.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Möhln

Plattdeutsch für Mühle. Hier: Wasserschöpfmühle mit Kornmahlgang. Die Wassermühle ist "eine Mühle, die das Wasser aus den gefüllten Gräben und den überströmten Ländern herausmahlt und wegschafft." "Durch Windkraft angetriebene Mühlen sind nicht nur Korn- sondern auch Wassermühlen, die zum Antrieb von Wasserschöpfwerken dienen."



2. Negen

Plattdeutsch für neun (Grasen).



Quellen:

Scheweling, Gundolf, Hrsg.; Mühlen im Brookmerland – Deutsche Mühlenführer, Norden 1994, S. 45. Doornkaat Koolman, Jan ten; Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879-1884, Bd. 3 S. 52. Remmers, Arend, Von Aaltukerei bis Zwischenmooren. Die Siedlungsnamen zwischen Dollart und Jade, Leer 2004, S. 270.
Byl, Jürgen/Brückmann, Elke; Ostfriesisches Wörterbuch, Leer 1992, S. 83 und 88.


Autor(in):

Harm Bents


Letzte Änderung am: 09.08.2011

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