Schanz Dree (Wirdum)

Ausgewählter Flurname:

Schanz Dree


Gemarkung:

Wirdum

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Schanz Dree (Wirdum)


Erklärung des Flurnamens:

Landstück zur Größe von drei Grasen zwischen Wirdumer Altendeich und dem Greedenescherschloot, welches unmittelbar an das ehemalige Armenhaus grenzt. Es ist denkbar, dass die Bewohner des Armenhauses (oder auch die ursprünglich in bescheidenen Verhältnissen lebenben Siedler am Alten Deich) hier Reisigbündel oder Bruchholz für Feuerungszwecke lagerten.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Schanzen / Schantse

Mnd. u. mhd. schanze; Bündel; trockene Reisigbündel zur Feuerung; Reisig oder Bruchholz zum Brennen und zur Feuerung; schantsen, schansen: Reisig zum Brennen oder zur Feuerung suchen und sammeln.



2. Dree

Plattdeutsch für drei (Grasen).



Quellen:

Stürenburg, Cirk Heinrich; Ostfriesisches Wörterbuch, Aurich 1862, S. 213. Doornkaat Koolman, Jan ten; Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879-1884, Bd. 3 S. 98. Byl, Jürgen/Brückmann, Elke; Ostfriesisches Wörterbuch, Leer 1992, S. 36.


Autor(in):

Harm Bents


Letzte Änderung am: 13.08.2011

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