Schiffsschloot (Wirdum)

Ausgewählter Flurname:

Schiffsschloot


Gemarkung:

Wirdum

Erfassungen:

Hannoversche Grundsteuervermessung (ca.1830)

Schiffsschloot (Wirdum)


Erklärung des Flurnamens:

Ein nur noch in der Nähe des Hofes Kloster Aland vorhandener Graben, der urspünglich Schmutzwasser direkt in das Alte Greetsieler Sieltief (Weel) ableitete.

Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Schiff / Schift

a) Dreck, Unflat (Schmutz), Urin; b) Spreu oder Kaff. Schiffen / schiften: absondern; die Butter von der Milch beim Karnen trennen; die wässrigen Teile absondern.



2. Schloot

Mnd. slôt, "zwischen zwei Grundstücken gezogener Wassergraben; Entwässerungskanal, Abzugsgraben".



Quellen:

Doornkaat Koolman, Jan ten; Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879-1884, Bd. 3 S. 118 sowie 209. Stürenburg, Cirk Heinrich; Ostfriesisches Wörterbuch, Aurich 1862, S. 217.
Scheuermann, Ulrich, Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle 1995, S. 145.


Autor(in):

Harm Bents


Letzte Änderung am: 16.08.2011

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