Wasser und Kornmühle (ehem.) (Wirdum)

Ausgewählter Flurname:

Wasser und Kornmühle (ehem.)


Gemarkung:

Wirdum

Erfassungen:

Befragung (ca. 1980),
Deutsche Grundkarte

Wasser und Kornmühle (ehem.) (Wirdum)


Erklärung des Flurnamens:

An dieser Stelle stand eine zum Hof Aland gehörende Wasserschöpfmühle. Sie wurde vermutlich um 1772 (gleichzeitig mit dem Hof?) errichtet. Aus Brandkassenunterlagen von 1907/1908 geht hervor, dass die damalige Mühle mit zwei archimedischen Schrauben zum Hochpumpen des Wassers sowie mit einem Korn-Mahlgang ausgestattet war. Das Müllerhaus stand 25 bis 30 Schritte entfernt. Nachdem der Schöpfbetrieb 1937/1938 an das Stromnetz angeschlossen werden konnte, wurde die Mühle abgebrochen und durch ein Pumpwerk ersetzt. Die tragenden Hölzer der Mühle sind beim Bau eines Gulfhauses in Grimersum verwendet worden. Das Müllerhaus wurde ebenfalls abgebrochen.




Erklärung der im Flurnamen enthaltenen Teilbegriffe:


1. Wasser- / Kornmühle

Die Wassermühle ist "eine Mühle, die das Wasser aus den gefüllten Gräben und den überströmten Ländern herausmahlt und wegschafft." "Durch Windkraft angetriebene Mühlen sind nicht nur Korn- sondern auch Wassermühlen, die zum Antrieb von Wasserschöpfwerken dienen."



Quellen:

Scheweling, Gundolf, Hrsg.; Mühlen im Brookmerland – Deutsche Mühlenführer, Norden 1994, S. 45. Doornkaat Koolman, Jan ten; Wörterbuch der ostfriesischen Sprache, Norden 1879-1884, Bd. 3 S. 52. Remmers, Arend, Von Aaltukerei bis Zwischenmooren. Die Siedlungsnamen zwischen Dollart und Jade, Leer 2004, S. 270.


Autor(in):

Harm Bents


Letzte Änderung am: 03.08.2011

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